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Strafen für Spieler: Was § 52 Abs. 5 GSpG vorsieht

Seit dem 1. Jänner 2021 ist die Teilnahme aus Österreich an elektronischen Lotterien ohne österreichische Konzession strafbar, mit Geldstrafen bis zu 7.500 € bei Vorsatz und bis zu 1.500 € sonst; Online-Casinospiele zählen als elektronische Lotterien. Spielbankfinder erklärt im Oktober 2026, was daraus für Spieler folgt.

Verfasst von: Matthias Reiter, Redakteur Recht, Zahlungen und Bonusbedingungen · Geprüft: Oktober 2026

Etappe 1: Die Vorschrift

§ 52 Abs. 5 GSpG betrifft ausdrücklich die Spieler. Wer sich aus Österreich an elektronischen Lotterien beteiligt, für die keine Konzession oder Bewilligung nach dem Gesetz vorliegt, begeht eine Verwaltungsübertretung. Der Strafrahmen liegt bei bis zu 7.500 € bei vorsätzlicher Begehung, sonst bei bis zu 1.500 €. Ältere Texte behaupten, Privatspieler würden nicht bestraft. Das stimmt seit der Änderung 2021 nicht mehr.

Etappe 2: Die höheren Rahmen für andere

Für Veranstalter und Werbende sieht das Gesetz deutlich höhere Rahmen vor. Nach unseren Unterlagen liegen sie bei bis zu 60.000 € für Veranstalter und bis zu 22.000 € für Werbung für verbotene Spiele; die Beträge sollten Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes gegenprüfen. Für Spieler sind sie nicht maßgeblich, erklären aber, warum seriöse Redaktionen auf die Rechtslage hinweisen (Glücksspielgesetz).

Etappe 3: Wie die Praxis aussieht

In den Pressemitteilungen des Finanzministeriums geht es überwiegend um illegale Automaten in Lokalen und Tankstellen. Dass Behörden einzelne Privatspieler bei Online-Casinos verfolgen, ist uns aus unseren Quellen nicht bekannt. Daraus lässt sich kein Freibrief ableiten. Ein Risiko bleibt, vor allem wenn Zahlungsströme oder Kontoauszüge bei Ermittlungen auffallen.

Rechnung: Der Rahmen

FallStrafrahmen für Spieler
Vorsatzbis zu 7.500 €
Fahrlässigkeitbis zu 1.500 €
Mehrere TeilnahmenBehörde kann gesondert bewerten, nicht belegt

Ob Behörden pro Sitzung, pro Konto oder pro Zeitraum rechnen, ist in unseren Quellen nicht belegt. Wir nennen deshalb nur den Rahmen, nicht einen erwarteten Betrag.

Etappe 4: Was die Reform ändern könnte

Der Entwurf für ein neues Glücksspielgesetz soll den Online-Markt öffnen und ein Verzeichnis unzulässiger Anbieter schaffen. Ob und wie sich die Stellung der Spieler ändert, ist uns nicht bekannt (Reform 2026).

Etappe 5: Wie Sie sich verhalten

  • Prüfen Sie, ob Ihr Anbieter eine österreichische Konzession hat. Für Online-Casino ist das allein win2day (win2day und Alternativen).
  • Holen Sie rechtlichen Rat, wenn Sie unsicher sind.
  • Spielen Sie nur mit Geld, das Sie verlieren dürfen.
  • Bewahren Sie Belege auf.

Wichtig zu wissen

Eine Redaktion kann keine Rechtsberatung geben. Wir bewerten Casinos, die Spieler aus Österreich annehmen, und sagen bei jeder Seite klar, dass sie keine österreichische Konzession haben. Ob Sie spielen, entscheiden Sie selbst.

Häufige Missverständnisse

Oft liest man, das Spielen bei Anbietern im Ausland sei erlaubt, weil der Anbieter eine Lizenz hat. Eine ausländische Lizenz ersetzt die österreichische Konzession nicht. Ebenso falsch ist der Umkehrschluss, dass jede Teilnahme sofort zu einer Strafe führt. Das Gesetz schafft einen Rahmen; wie er angewendet wird, entscheiden Behörden im Einzelfall. Wer die Rechtslage kennt, kann bewusst entscheiden, statt sich auf Foren zu verlassen.

Zum Weiterlesen

Zivilrechtliche Fragen: Spielverluste zurückfordern und OGH und nichtige Spielverträge. Übersicht: Recht und Steuer. 18+. Hilfe bei Spielproblemen: Verantwortungsvoll spielen.

Häufige Fragen

Werden Spieler in Österreich bestraft?
Rechtlich ja: § 52 Abs. 5 GSpG sieht bis zu 7.500 € bei Vorsatz und bis zu 1.500 € sonst vor.
Seit wann gilt das?
Seit dem 1. Jänner 2021.
Gibt es bekannte Fälle?
In unseren Quellen nicht; berichtet werden vor allem Aktionen gegen illegale Automaten.